Die exotischsten Fleischspezialitäten der Welt

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492 500 MEAT IN COLOGNE

Andere Länder, andere (Tisch-)Sitten.

Bist du auf der Suche nach dem ultimativen Kick für deine Geschmacksnerven oder möchtest du einmal etwas Außergewöhnlicheres erleben als Hausmannskost laden wir dich ein – in die Welt des etwas anderen Fleischgenusses.

Auf einer Expedition durch internationale Küchen riskieren wir einen Blick über den heimischen Tellerrand. MEAT IN wagt den Schritt in unbekanntes Territorium und sucht nach exotischen Gaumenkitzlern aus aller Welt. Die einzige Bedingung: Fleisch muss es sein!

Australien – Frischfleisch aus dem Outback

Auf der Suche nach den außergewöhnlichsten Fleischspezialitäten begeben wir uns zuerst Down Under. Die australische Küche hat ihre Wurzeln in zwei Zivilisationen: Zum einen die englische Küche, welche die britischen Siedler im späten 18. Jahrhundert nach Australien brachten. Lammbraten mit Minzsauce, Pasteten mit Fleischfüllungen – britischer ging es nur in England selbst zu.

Seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bemüht man sich in Australien jedoch um eine eigene Nationalküche. Dabei besinnt man sich auf die kulturellen Einflüsse der Aborigines. Deren ursprüngliche Ernährungsweise erlebt seit den 1990er Jahren ein echtes Revival: Das sogenannte Bush Food oder Bush Tucker liegt voll im Trend.

Vor allem in Gourmetrestaurants finden sich Speisen, Saucen und Gewürze, die auf die Küchentradition der Ureinwohner zurückgehen. Zum Glück! Denn die traditionelle Ernährung der Aborigines ist äußerst nahrhaft und vielfältig. Emus, Wombats, Kängurus, Schildkröten, Schlangen oder Larven stehen auf dem Speiseplan. Hinzu kommen Amphibien und Reptilien, wie Salamander, Frösche und Schlangen sowie Vögel aller Größen.

Der fleischige Kick aus Afrikas Wildnis

Eine ähnliche Strategie wie in Australien verfolgt das in Afrika bekannte Bushmeat. Dieses bezeichnet das Wildfleisch von Tieren, welche im Urwald und in Savannen gejagt werden. Dabei handelt es sich um Ducker, Ratten, Affen, Stachelschweine sowie Elefanten, Büffel, Reptilien, Schlangen, Frösche und Vögel. Grasnager und Eichhörnchen machen etwa die Hälfte aller zum Verzehr gefangenen Tiere aus, ein weiteres Viertel entfällt auf Mungos und Stachelschweine.

Die ursprüngliche Lebensweise der Jäger und Sammler ist in vielen afrikanischen Regionen immer noch ein wichtiger Teil des Lebens. Und das hat Gründe: Das heiße Klima macht in manchen Gegenden den Ackerbau und die Viehzucht unmöglich. Die dortige Bevölkerung ist auf Wildfleisch als Eiweißlieferant angewiesen.

Verfeinert mit exotischen Gewürzen und serviert mit Reis können wir uns das Bushmeat durchaus als schmackhafte Alternative zum herkömmlichen Rindergulasch vorstellen.

Knuspriger Flattermann in Chinas Hauptstadt

Die beliebteste Fleischsorte in China ist Schweinefleisch, dicht gefolgt von Huhn, Rind und Ente, sowie Lammfleisch. Die kantonesische Küche ist berühmt für ihre ausgefallenen Zutaten, wie Insekten, Schlangen oder Wildtiere. Entgegen aller Gerüchte nehmen Hund- und Katzenfleisch eher eine Randposition ein.

Vor allem ein chinesisches Gericht hat es über die Landesgrenzen auf die Teller weltweit geschafft: die Pekingente. Das Rezept für diese aufwendig zubereitete Spezialität stammt aus der Ming-Dynastie, also aus dem 14. Bis 17. Jahrhundert. Seinen Namen erhält das Gericht durch die verwendete Pekingente, eine domestizierte Form der Stockente.

Die Tiere erhalten während der letzten Wochen vor der Schlachtung besonders gehaltvolles Futter und werden vor zu viel Bewegung geschont, damit das Fleisch super zart und die Haut schön dünn wird. Anschließend mit Honig oder Malzzucker bestrichen und über mehrere Stunden gegart, wird die Pekingente von innen weich und zart, von außen unwiderstehlich knusprig.

Echt mongolisch – Ziege mit Steinfüllung

Eine der ungewöhnlichsten Zubereitungsarten von Fleisch finden wir in der mongolischen Küche. Boodog nennt man dort eine Garmethode, bei der erhitzte Steine zum Garen des Fleisches verwendet werden. Zumeist werden Murmeltiere oder junge Ziegen gefangen, ausgeweidet, gewürzt und mit glühenden Steinen gefüllt. Über dem offenen Feuer wird das Fell abgesengt, sodass das Fleisch gleichzeitig von außen und innen gegart wird.

Bevor es an den Verzehr der Köstlichkeit geht, erwartet die Tischgesellschaft eine besondere Probe aufs Exempel: Die heißen Steine aus dem Innern des Tieres werden verteilt und sollen möglichst lange in der Hand gehalten werden.

Das Ziel des Koches ist jedoch nicht, seine Gäste für immer vom heimischen Feuer zu verschrecken. Vielmehr soll diese Feuerprobe die Lebensgeister der Beteiligten wecken. Auf jeden Fall hat man sich so seine Mahlzeit redlich verdient!

Peruaner nagen an Nagern

Eine interessante Spezialität findet sich in Peru. Cuy chactado ist ein Fleischgericht aus einem Tier, welches in Südamerika generell als „Cuy“ bezeichnet wird: das Meerschweinchen. Was in Deutschland ausschließlich als Haustier bekannt ist, kommt in der Andenregion bereits seit 3.000 Jahren auf den Tisch.

Cuy chactado bezeichnet die spezielle Zubereitungsart, die aus der südperuanischen Stadt und Region Arequipa stammt. Das Meerschweinchen wird ausgenommen, gewürzt und im Ganzen gebraten, wobei es mit einem flachen Stein beschwert wird. Dazu serviert man typischerweise Kartoffeln und eine Soße namens Salsa Criolla. Buen provecho!

Haben wir dich auf den Geschmack gebracht oder warst du schon immer ein experimentierfreudiger Gourmet? Wenn du weißt wie Schlange schmeckt oder von Wombats nicht genug bekommen kannst verrate es uns! Wir sind gespannt auf deine exotischen Fleischerlebnisse.

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